Mi, 29. Nov 2006
Wie gering ist die Chance hier auf der Welt jemanden zu finden, den man wirklich liebt und der einen auch liebt, und was für ein Glück die Menschen haben die das erfahren dürfen.
Nehmen wir diesen Satz nunmal als Ansatz für Gedankengänge:
Man kann aber auch lernen zu lieben. Und zwar mehr Menschen, als man vielleicht annimmt. Ich glaube zum Beispiel, dass Extremsituationen schnell dazu fuehren koennen, dass sich zwei Menschen finden, die sonst vielleicht aneinander vorbeigerannt waeren. Vorallem kann Liebe auch auf einem anderen Level statt finden als eine Beziehung. Viele die ich kenn sollten in dieser hinsicht auch mal etwas erwachsener werden. mastermoe kennt da auch eine gasnz bestimme Person.
30. November 2006 um 01:48
Liebe ist die Einstellung zum Leben.
Liebe zu einem oder mehrerern Menschen ist absurd, da sich darin nichts weiter als die egozentrische und arrogante Selbsteinschätzung des Menschen widerspiegelt: etwas Auserwähltes, Besonderes, sich von dem Rest der Natur Abhebendes zu sein.
Natürlich kann man jetzt in wikipedia nachschauen und dort etwas von eros, philia und agape lesen, oder von hoher, niederer und mittlerer Minne.
Ein Frommianer würde gar so argumentieren, dass man durch das Lieben eines Anderen die ganze Menschheit liebt. Dies allerdings setzt voraus, dass der Mensch per se liebens-würdig ist. Die oben propagierte Natur des Menschen spricht dagegen.
Oder ganz genau: es existieren zwei Wege: die Liebe zu einem Objekt, und die universale Liebe. Erstere erreicht dennoch ihren Höhepunkt nicht in der Liebe zu einem Menschen als Person, sondern vielmehr in der Liebe zu einer mit einer Person geteilten Sache, also einem gemeinsamen Kind, oder einer gemeinsam erlebten Zeit (-> Extremsituationen)… oder die geteilte Liebe zu einer bestimmten Musikform, etc.
Dennoch bevorzuge/wertschätze ich persönlich Letzteres, also die universale Liebe:
Liebe ist die Einstellung zum Leben. Punkt.